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Coolhunters Style- und Jugendkulturstudie

Im Zusammenhang mit der international gezeigten Ausstellung „Coolhunters – Jugend zwischen Markt und Medien“ (link: http://www.coolhunters.net) wurden Jugendliche zu Vorstellungen und Einschätzungen befragt, die aktuelle Jugendkulturelle Phänomene betreffen.
Ausgangspunkte der Studie unter Leitung von Prof. Dr. Birgit Richard (link: http://www.birgitrichard.de) waren Themen wie der persönliche Stil, die dam Konsum- und Freizeitverhalten zu erlangen.
Darüber lässt sich ein Bild von besonders beliebten Aktivitäten und Artefakten konstruieren, das Aufschluss gibt über die zugewiesene Rolle und Bedeutung von modischen Accessoires, elektronischen Geräten wie Mobiltelefon oder MP3-Player; zudem aber auch bevorzuge Treffpunkte oder den Konsum medialer Produktionen in Kino, Internet und Fernsehen aufzeigt.
Die Fragebögen wurden an BesucherInnen der Ausstellung ausgegeben, an die primäre Zielgruppe der Jugendlichen und jungen Erwachsenen bzw. an Studierende. Die überwiegende Zahl Befragten waren so im Alter zwischen 9 und 26 Jahren, wobei eine deutliche Konzentration der Befragten im „Teenager“-Alter festzustellen ist sowie eine breite Gruppe junger Erwachsener, wobei die Anzahl der weiblichen Befragten etwas höher lag. Die derzeit analysierten Fragebögen stammen von der Initialausstellung im ZKM in Karlsruhe, was sich in der räumlichen Verteilung der befragten Personen widerspiegelt, die überwiegend innerhalb eines Radius von ca. 150 km zu verorten ist.

In einer ersten Sichtung der rund 380 eingereichten Fragebögen zeichneten sich zudem Ergebnisse ab, die durch die offen gehaltenen Fragen zum Teil auch die Identifikation zunächst nicht erwarteter Erkenntnisse erlauben. So zeigte sich etwa eine hohe Präferenz lockerer, individueller und kreativer Stilkreationen, die zwar an gegebenen Formaten orientiert sind (HipHop, Metal, Gothic), jedoch nicht sklavisch einer strikt festgelegten oder schon länger eingeführten Vorgabe folge leisten.
Aber auch die konkreten Fragen zu jugendkulturell assoziierten Themen förderten Überraschendes zutage. So wird nur bei einer Minderheit der Antworten gesteigerter Wert gelegt auf die Verfügbarkeit eines modernen Mobiltelefons eines bestimmten Herstellers oder auf Kleidung einer „angesagten“ Marke.
Darüber zeichnet sich ein differenziertes und oft auch alternatives Bild Jugendlicher ab, das sich in statuierten Präferenzen und Prioritäten deutlich von dem unterscheidet, das öffentlich in Massenmedien und Werbung gepflegt wird.
Das mit der Analyse befasste Auswertungsteam am Institut für Kunspädagogik der Johann Wolfgang Goethe-Universität setzt sich zusammen aus wissenschaftlichen und studentischen MitarbeiterInnen, die von Studierenden und PraktikantInnen unterstützt werden. Mit Koordinationsaufgaben und der methodischen Vorgehensweise befassen sich derzeit insbesondere Manuel Mousiol und Dr. des. Alexander Ruhl.